8. Willicher Handicap Triathlon 2006
- Rückblick -

Triathlon mit Rückenwind
Eine steife Brise aus Südwest begleitete die
Teilnehmer des 8. Willicher Handicap-Triathlons

Die achte Auflage des Willicher Handicap-Triathlons bot Herausforderungen der besonderen Art. Sowohl im Vorfeld, als auch am 3. September selber. Die Veranstalter reha team West und die gastgebende Triathlon-Abteilung des Schwimmvereins Willich hatten sich auf Auswirkungen der Baderweiterung einzustellen, umfasste die Baustelle für das neue Lehrschwimmbecken doch sowohl den ursprünglichen Zieleinlauf der Rollis, als auch die erste Wechselzone und somit den traditionellen Treffpunkt von Sportlern, Betreuern und Fans. „Für dieses Jahr mussten wir kräftig improvisieren, das Ziel ausnahmsweise außerhalb des Bades einrichten und die Zeiten per Hand nehmen, schön, dass wir 2007 wieder im bewährten Fahrwasser unterwegs sind“, pustete Organisator Holger Falk vom reha team West kräftig durch, als am Ende eines stürmischen Nachmittages rundum zufriedene Gesichter zu sehen waren.

Stürmisch ist hierbei durchaus wörtlich zu nehmen, denn Tief „Wilma“ versorgte die 24 Teilnehmer des Handicap-Triathlons und insgesamt über 750 Teilnehmer des 10. Willicher Triathlons noch am Vormittag mit kräftigen Regenschauern und würzte das ganze im weiteren Tagesverlauf mit kräftigem Wind, der den Sportlern, ganz gleich ob mit oder ohne Handicap, insbesondere auf der Rad- bzw. Handbike-Strecke, alles abverlangte. Spätestens in diesem Augenblick bewährte sich einmal mehr, dass die Handicap-Sportler in Willich Gelegenheit haben, zwischen verschiedenen Distanzen, sprich Level I oder Level II, zu wählen. Und da den Veranstaltern die Förderung von Breite wie Spitze gleichermaßen am Herzen liegt, machte das bunt gemischte Teilnehmerfeld zwischen 10 und 45 Jahren gerne davon Gebrauch.

Einer, der in seiner langen Karriere sicherlich sämtliche Wetterkapriolen erlebt hat, bliebt gänzlich unbeeindruckt. Und so genoss Axel Hecker seinen Start inmitten der Volkstriathleten sichtlich. Starke 1:20:18 Min. nach 500 m Schwimmen, 20 km Rad und 5 km Lauf untermauerten, dass der Träger des Ehrenpreises des Internationalen Paralympischen Komitees, auch nach Ende seiner ambitionierten Laufbahn, längst nicht zum alten Eisen zu zählen ist. Die Bandbreite des Wettkampfes demonstrierten außerdem Marion Michael und Petra Lambrich, die ihre Distanzen im Feld der Körperbehinderten ohne Rollstuhl, teils walkend oder mit Begleitperson, mit viel Spaß absolvierten.

Die Konkurrenz der Rollstuhlfahrer wurde geprägt von den Aktiven der BSG Mönchengladbach, der BSG Volmarstein und den Krefelder Basket Bears. Alle Schwimmpaten der Tri-Staffel legten sich in der wohltemperierten „Bütt“ zunächst über 100 m mächtig für „ihre Rollis“ ins Zeug. Kein Wunder, dass Manuel Volaj und Christopher Lohmann aus Volmarstein den bis dato gehaltenen Streckenrekord mit 42:58 Min. um mehr als vier Minuten verbesserten. Die Tri-Staffel wurde ihrem Charakter als verbindendes Element wieder mehr als gerecht und ist aus der Veranstaltung nicht mehr wegzudenken.

Sascha Grothe von der BSG Volmarstein absolvierte im Rolli Tri-Level I die 100 m Schwimmen in 2:56 Min. als Schnellster und ging mit sattem Vorsprung auf die flache 10 km Wendepunktstrecke, die zwischen die niederrheinischen Felder führt. Erster Verfolger des 22jährigen war Kevin Bons, Nachwuchstalent der BSG Mönchengladbach, der in 4:49 Min. zwar später aus dem Wasser kam, sich auf der Handbikestrecke aber bis vor dem letzten Wechsel in den Aktivrollstuhl auf Sichtweite an Sascha Grothe herankämpfen konnte. Auf den letzten 1,3 km gab sich dieser aber keine Blöße und konnte den Angriff des 12jährigen Kevin erfolgreich abwehren. Zu grämen brauchte sich Kevin aber dennoch nicht, entschloss sich Holger Falk doch kurzerhand das Teilnehmerfeld nach Männern und Schülern zu trennen, so dass beide ihren wohlverdienten reha team West-Cup in Empfang nehmen durften.

Die „Königsdisziplin“ im Rahmen des Willicher Handicap-Triathlons bildet für die Rollis der Tri-Level II, mit 200 m Schwimmen, 10 km Handbike und 3 km Aktivrollstuhl. Und das man als Teilnehmer durchaus mit dieser Veranstaltung „mitwachsen“ kann, bewies Dominik Zielke von den Basket Bears Krefeld. Vor Jahren der absolute Benjamin im Feld, verfehlte der 13jährige die Schallmauer von sechzig Minuten nur ganz knapp und sicherte sich in dieser Klasse als Erstplatzierter den rhenag-Cup. Mussten die Handicap-Sportler diesmal aus vorgenannten Gründen auf die Anfeuerungsrufe des Publikums beim Zieleinlauf verzichten, so wurden Sie am Ende entschädigt, bot doch die Siegerehrung traditionelles Miteinander in stimmungsvollem Rahmen. Alle Aktiven wurden geehrt und festzuhalten bleibt der allgemeine Tenor: „Hier sind wir mittendrin, statt nur dabei, und das macht die Teilnehme zu einem echten Erlebnis“.

Das nächste Erlebnis ist schon vorprogrammiert:
Der 9. Willicher Handicap-Triathlon startet
am 2. September 2007.


14:18 Uhr: Der Countdown läuft!


Letzte Konzentration und...


...begleitende Moderation, bevor


...es pünktlich um 14:20 Uhr losgeht!!


Dominik Zielke nach seinen 200m
in der Wechselzone.


U
nterstützung, insbesondere in der
ersten Wechselzone, ist seitens Eltern
und Betreuern ausdrücklich erlaubt.


Leichte Anschubhilfe für Daniel
Petersen, der per Handbike eine
flache 10 km - Wendepunktstrecke
in Angriff nimmt,


...die sich in diesem Jahre recht
"zugig" präsentierte.


Was Kevin Bons allerdings nicht
davon abhielt, Vollgas zu geben"


(Von links): Daniel Petersen, Dominik Zielke (beide Basket Bears Krefeld) sowie Sebastian Frauenkron von der BSG Volmar-
stein im harten Kampf gegen den Wind. Da kann´s bei Dominik auch schon mal die Kopfbedeckung verschieben.


(Von links): Jan Barkowski und Sandy Kroppen, einziges "Girlie" bei den Rollis sowie Andreas Abts von der BSG Mönchenglad-
bach mit "Smiley" auf Ärmel wie Rücken, was den Veranstalter natürlich besonders freut.


(Von links): Christopher Lohmann, der mit Schwimmpate Manuel Volaj für die BSG Volmarstein den bis dato Streckenrekord
in der Tri-Staffel Level I mit 42:58 Min. förmlich pulversiserte, daneben ein dynamischer Daniel Petersen auf der letzen Etappe
und Bayern-Fan Robin Croonenbroeck von den Basket Bears, den Maik Schickling vom reha team West ins Ziel begleitete.


(Von links): Marion Michael vom SV Bayer 08 Uerdingen als Siegerin des Frauen Tri-Level II mit dem reha team West-Cup,
genauso wie der Sieger bei den Männern, Axel Hecker vom MTV Köln. Über ihren gemeinsamen dritten Platz in der Tri-Staffel
freuen sich Andreas Abts und Schwimmpate Johannes Huth von der BSG Mönchengladbach.



Von links): Robin Croonenbroeck und Sascha Grothe, Sieger des Rolli Tri - Level I in sehr guten 46:38 Min.
Ein "alter" Bekannter sicherte sich den Sieg im Level II: Dominik Zielke, Basket Bears Krefeld, der...


im Rahmen der stimmungsvollen Siegerehrung den Glückwunsch des zweitplatzierten Daniel Petersen entgegen nahm.

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Ergebnisse Handicap - Triathlon 2006

Körperbehinderte ohne Rollstuhl

Frauen - Tri Level II:
1. Marion Michael – SV Bayer 08, TW 40
Schwimmen (500m): 18:08 Min. – Rad (20 km): 1:07:46 Min. - Lauf (5 km): 46:24 Min.

Frauen - Tri Level I
1. Petra Lambrich – ohne Verein, TW 40
Schwimmen (200 m) – Rad 10 km – Lauf 2 km / Gesamtzeit: 2:12:08 Min.

Männer - Tri Level II
1. Axel Hecker – MTV Köln, TM 45
Schwimmen (500m): 13:46 Min. – Rad (20 km): 43:19 Min. – Lauf (5 km): 23:13 Min.
Gesamt: 1:20:18 Min. Gesamtplatz 164 beim Volkstriathlon unter 244 Startern

Rollis: Tri - Level I / Männer

Name

Schwimmen 100m

Bike
10 km

Rollstuhl
1,3 km

Gesamt

1.

Sascha Grothe
BSG Volmarstein

2:56 Min.

37:50 Min.

5:52 Min.

46:38 Min.

2.

Sebastian Frauenkron
BSG Volmarstein

4:34 Min.

48:12 Min.

4:34 Min.

59:37 Min.

Rollis: Tri - Level I / SchülerInnen

Name

Schwimmen 100m

Bike
10 km

Rollstuhl
1,3 km

Gesamt

1.

Kevin Bons
BSG M ´gladbach

4:49 Min.

36:32 Min.

7:39 Min.

49:00 Min.

2.

Jan Barkowski Basket Bears Krefeld

5:35 Min.

47:22 Min.

8:05 Min.

1:01:02 Min.

3.

Sandy Kroppen Basket Bears Krefeld

4:05 Min.

58:37 Min.

9:47 Min.

1:12:29 Min.

Rollis: Tri - Level II / Männer

Name

Schwimmen
200m

Bike
10 km

Rollstuhl
3 km

Gesamt

1.

Dominik Zielke
Basket Bears Krefeld

7:54 Min.

36:46 Min.

15:38 Min.

1:00:18 Min.

2.

Daniel Petersen
Basket Bears Krefeld

7:28 Min.

37:19 Min.

17:40 Min.

1:02:27 Min.


Staffel: Tri – Level I

Schwimmpate
100 m

Rollstuhl-Sportler
Bike 10 km und Rolli 1,3 km

Gesamt:

1.

Manuel Volaj - 4:34 Min. BSG Volmarstein

Christopher Lohmann:
31:10 Min. / 7:14 Min.
BSG Volmarstein

42:58 Min.

2.

Sandra Schrahn - 5:35 Min.
BSG Volmarstein

Matthias Dawidowski:
46:31 Min. / 6:25 Min.
BSG Volmarstein

59:37 Min.

3.

Johannes Huth - 6:28 Min.
BSG Mönchengladbach

Andreas Abts:
45:38 Min. / 8:28 Min.
BSG Mönchengladbach

1:00:34 Min.

4.

Daniel Nelson – 7:01 Min. BSG Volmarstein

Dorian Jung:
48:49 Min. / 13:37 Min.

BSG Volmarstein

1:09:27 Min.

5.

Sascha Laroche – 7:33 Min.
BSG Volmarstein

Sarah Otto:
1:20:36 Min. / 10:31 Min.
BSG Volmarstein

1:38:40 Min.

6.

Rene Elspaß – 5:15 Min. Basket Bears

Robin Croonenbroeck:
1:43:52 Min. / 12:45
Basket Bears

1:56:37 Min.

Staffel: Tri – Level I

Schwimmpate - 500 m

Rollstuhl-Sportler
Bike 10 km und Rolli 3 km

Gesamt:

1.


Melanie Elspaß - 9:34 Min. Basket Bears


Carsten Scholz:
35:38 Min. / 21:16 Min.
Basket Bears

1:06:28 Min.